Home 
Besitzer eines Doggen Welpen
Ein Welpe kommt ins Haus 
Hundesprache verstehen 
Hund & Baby 
Er war nur ein kleiner Hund 
Zwinger - Unwort zum Unding? 
Wegwerf-Hunde 
Rücknahme von Züchterhunden? 
Etwas was mich traurig stimmt 
Augen auf beim Hundekauf ! 
Handels Objekt Hund 
Züchter werden? 
Planung eines Wurfes 
Zuchtmethoden 
Hundezucht 
Die Wölfe im Schafsfell 
Hundehändler / Massenzüchter 
Das ist ja Interessant 
Für die Besitzer eines Doggen Welpen

Sie haben sich diesen Deutsche Doggen Welpen durch einen unserer Züchter verschafft. Sie haben den Stammbaum und den Impfausweis erhalten. Zudem hat Ihnen der Züchter gute Ratschläge für die Ernährung während der ersten Tage mitgegeben. Wir möchten Ihnen die wichtigsten Punkte für das Wachstum Ihrer Dogge mit auf den Weg geben und Ihnen zudem helfen, gewisse Probleme zu lösen. Studieren Sie die Adress- und Telefon-Liste der Verantwortlichen der Kynologischen Gesellschaft für Deutsche Doggen Bitten Sie diejenigen um Rat, die in Ihrer Nähe wohnen und wenn Sie Hilfe brauchen, telefonieren Sie ohne Hemmungen! Der Züchter hat sich bemüht, reinrassige Doggen-Welpen zu züchten und sie nach seinem besten Wissen aufzuziehen. Er hat sie gepflegt, ohne daran zu denken, wie viel Zeit es ihn kostete. Die Hündin hat ihm dabei natürlich sehr geholfen. Er übergibt Ihnen jetzt dieses Fellbündel und es ist nun an ihnen, weiterzufahren. Vergessen Sie nie, dass die Zukunft des Hundes in Ihren Händen liegt. Der Züchter kann sie nicht voraussehen. Auch wenn seine Eltern „Champions“ sind, der männliche oder weibliche Nachkomme bleibt ein ganz normale Dogge mit all seinen Fehlern und Qualitäten. Nach dem zweiten Jahr können Sie im „Standard“ der Rasse nachlesen und versuchen herauszubekommen, wem er gleichen wird. Ihr neuer Begleiter ist schon stark und verspielt, aber er ist sehr sensibel und braucht Liebe, viel Liebe. Vergessen Sie nicht: wenn er Ihnen zufällig Ihren schönsten Teppich zerrissen hat, schlagen sie ihn nicht. Ihre Dogge muss verstehen lernen, was Sie von ihm erwarten. Wenn er etwas Unerwünschtes getan hat, müssen sie ihn auf frischer Tat ertappen, dann können Sie ihn tadeln. Er wird sich danach immer besser benehmen. Die Dogge wird ein grosser Hund werden, das wissen Sie sicher. Aber heute ist er noch klein; mit der Erziehung muss jedoch sofort begonnen werden. In den ersten sechs Monaten muss er lernen, zu gehorchen, sonst werden Sie später Schwierigkeiten haben, ihn aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen. Ihr neuer Begleiter muss ein Hundelager oder eine Hütte haben. Dieser Ort sollte Platz für einen ausgewachsenen Hund bieten und geräumig sein, mit Vorteil in einem eingezäunten und windgeschützten Garten. In diesem Garten sollte ein Wasserbehälter vorhanden sein mit Wasser, das täglich mehrmals gewechselt werden muss. Verschaffen Sie sich sofort eine starke Leine aus Leder mit zwei Karabinerhaken. Sie vermeiden auf diese Weise Überraschungen und ein Reissen der Leine in unerwarteten Momenten. Ihr Hund wird das Halsband nicht sofort mögen. Die Würgehalsbänder sind nicht zu empfehlen. Sie tun weh und sind bei Ausstellungen nicht erlaubt. Wenn Sie schon eines besitzen, dann werfen Sie es weg. Der Welpe ist selbstverständlich nicht von Anfang an stubenrein. Dies wird einige Unannehmlichkeiten verursachen, die aber schnell bereinigt werden können. Normalerweise erledigt der Welpe seine Bedürfnisse immer nach dem Schlafen oder nach dem Essen. Man kann ihm dafür einen Platz zur Verfügung stellen oder ihn nach dem Essen dahin führen, so dass er sich daran gewöhnt, dort sein Geschäft zu machen. Er wird darauf schnell begreifen, wo seine Ecke ist und am Ende ganz alleine dorthin gehen. Wenn Sie ihn anderswo überraschen, tadeln sie ihn auf der Stelle. Ihr neuer Freund sollte von Anfang an an seine Schlafstätte gewöhnt werden. Rüsten Sie sein Lager zum Beispiel mit der Decke aus, mit welcher er zu ihnen reiste, so dass er seinen eigenen Geschmack wiederfinden und sich dort zu Hause fühlen kann. Wenn der Welpe während der ersten Nacht weint, beruhigen und erfrischen Sie ihn auf zärtliche Weise. Dies sollte kaum mehr als ein bis zwei Nächte dauern. Er wird sich schnell an sein neues Zuhause gewöhnen. Während des Tages lassen Sie ihn ruhig im Garten herumrennen, damit er seine neue Umgebung kennen lernen kann. Wenn Sie eine Familie haben, wird die kleine Dogge sicher mit den Kindern und die Kinder mit ihm spielen. Hier drängt sich aber ein Wort der Vorsicht auf. Lassen Sie die Kinder nie den Welpen tragen, denn sie könnten ihn verletzen. Dies gilt auch für die Besucher. Ziehen Sie ihn nicht an den Pfoten. Die Spielstunde mit den Kindern muss überwacht werden. Der Welpe benötigt Ruhe und viel Schlaf. Die Familie muss verstehen lernen, dass der neue Gast kein Spielzeug ist. Der Kiefer des Welpen wird schnell grösser werden. Die wachsenden Milchzähne regen zum Knabbern an. Später werden sie dem endgültigen Gebiss Platz machen. Während dieser Zeit wird Ihr kleiner Freund seine Zähne überall versuchen. Wenn er einen Angriff auf Ihre schönsten Möbeln vornimmt, sind Sie ganz alleine dafür verantwortlich. In diesem Alter sollte der Hund nie alleine zuhause gelassen werden. Die hauptsächlichen Gefahren finden sich in herumhängenden elektrischen Kabeln - die tödlich sein können - und zerschlagenem Glas. Sie können diesem Drang zum Nagen abhelfen, indem Sie ihm einen Büffelhautknochen, einen grossen Kalbsknochen oder trockenes Brot geben. Die Nahrung ist wichtig. Sie haben vom Züchter eine vollständige Anfangsnahrung erhalten. Sie können damit weiterfahren oder die Marke wechseln. Es gibt spezielles Hundefutter für Welpen, das man in der Folge mit normalem Futter mischen kann. Ganz jung sollte der Welpe dreimal täglich gefüttert werden; später nur noch zweimal. Wenn Ihre Dogge sein Futter nicht auffrisst, nehmen Sie es ihm nach fünfzehn Minuten weg. Die modernen Ernährungsmittel enthalten Mineralsalze, Vitamine, Spurenelemente, Phosphor und Kalzium in angemessener Menge. Aber die Dogge wird - wie kaum ein anderer Hund – an Grösse zulegen und sehr schnell wachsen. Bei gewissen Nahrungsmitteln ist es ratsam, Kalzium und Phosphor beizufügen, welche oft nicht sehr einfach zu dosieren sind. Dies ist Sache des Spezialisten: Ihr Tierarzt. Ihr Züchter muss sich um die erste kombinierte Impfung kümmern. Damit hat Ihr Welpe auch sein Impfzeugnis erhalten, ein sehr wichtiges Dokument. Anhand dessen wird Ihr Tierarzt die Impfungen prüfen und entscheiden, welche noch vorzunehmen sind. Dieses Zeugnis wird Ihren Hund auch auf jeder Auslandreise begleiten. Die Impfung muss einmal im Jahr wiederholt werden. Ihr Züchter hat Ihnen in gutem Glauben einen gesunden Hund verkauft. Es kann jedoch trotzdem möglich sein, dass Symptome auftreten. Sobald sie sich dessen bewusst werden, gehen Sie unverzüglich zum Tierarzt. Er wird Sie beraten, ob der Welpe erneut entwurmt werden muss (er wurde schon verschiedentlich durch Ihren Züchter entwurmt, aber diese Behandlung muss wiederholt werden). Gehorsam und Disziplin sind sehr wichtig für Ihren neuen Gefährten. Fangen Sie mit der Erziehung sehr früh an, denn dies wird Ihnen Spass machen und Sie Ihrem Tier näher bringen. An der Leine gehen verlangt ein bisschen Fleiss. „Sitz“ wird durch einen kurzen Befehl und dem Hinunterdrücken des Hinterteils erreicht. „Fuss“ und er wird auf Ihrer linken Seite an der Leine gehen. Achten Sie darauf, dass Sie die Befehle kurz und mit angenehmer Stimme erteilen, gefolgt von einer Liebkosung. Eine kleine Belohnung erleichtert das Lernen. Der Rückruf wird schwieriger werden, wenn sich Ihr Hund in der Freiheit aufhält. Er sollte auf den Befehl „Fuss“ oder „Platz“ reagieren und sofort zu seinem Meister zurückkehren. All diese Übungen dauern nur kurze Zeit, sollten aber öfters wiederholt werden, bis sich der Erfolg einstellt. Im Handel finden Sie eine grosse Auswahl an Handbüchern, die sich mit der Hundeerziehung befassen. Sie können sich ebenfalls in einem kynologischen Verein einschreiben, wo Sie den besten Weg für die Erziehung Ihres Hundes erlernen. Zum Schluss noch drei wichtige Punkte: Füttern Sie keine Dogge am Tisch. Die ganze Familie muss sich an dieses Gebot halten. Sogar der kleine Knirps, der so gerne seinen Teller seinem Freund anbieten möchte. Sich an Ihnen aufrichten und Sie anspringen ist ein anderer Punkt. Vermeiden Sie dies von Anfang an. Wenn er sich an Ihnen aufrichtet, stossen Sie ihn zurück mit dem Befehl „Sitz“. Sobald er sitzt, beglückwünschen Sie ihn, denn auf diese Weise wird er schnell verstehen und damit aufhören. Wenn Sie Ihren Hund im Auto lassen, achten Sie darauf, dass Sie immer im Schatten parkieren und ein Fenster halbgeöffnet halten. Und nun, viel Freude und Glück mit Ihrem Doggen-Welpen !

Mit freundlichen Grüßen ihre Zuchtleitung der Kynologischengesellschaft für Deutsche Doggen Karin Dreßler