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Zwinger - Unwort zum Unding?

Zwinger - Unwort zum Unding? Das Wort, mit dem fast alle Hundefreunde ein mehr oder weniger enges Gefängnis verbinden, ist nur dann angebracht, wenn das "Gehäuse" wirklich ein stundenlanges Gefängnis für den einzelnen Hund ist. Es geht anders, mit anderem Begriff, der keinen Zwang zum Inhalt hat. Was ist an dem pauschal-bösen "Zwinger" dran? Von Bea Urban Vor einigen Monaten hatte ich mich bemüht, eine geeignete Pflegestelle für einen Hund zu finden, dessen Vermittlung geplatzt war und der in der vorläufigen, durchaus hundekundigen Pflegestelle mit eigenem Rudel nicht länger bleiben konnte. Die Tatsache, dass der Hund in einem Zwinger untergebracht werden sollte, hat die Suche immens erschwert. Zwingerhaltung deshalb, weil das Tier a) Leben im Haus aus seinem Vorleben absolut nicht gewohnt war, b) sich nicht auf ein Leben im Haus einstellen konnte und bei jeder Gelegenheit die Flucht nach "draussen" ergriffen hat, c) den Zwei-Meter-Zaun des reichlich Grossen, wilden, für Hunde interessanten mit Wasserlauf und Teichen versehenen Grundstücks eher nicht als Begrenzung ansah, sondern als sportliche Herausforderung mal eben zu gucken, "was in der Nachbarschaft so los ist"; für einen Grossen, kräftigen und agilen Typen also, der draussen und mit anderen Hunden zusammen sein mochte oder auf die Jagd gehen, so wie es seinem Naturell und seiner Ausbildung entsprach. Die Reaktionen der Angesprochenen reichten von "nee, kenne ich nicht, habe ich nicht, gibt's so was noch" über "ist doch alles nicht artgerecht" bis hin zu "bist Du verrückt? Kannst doch einen Hund nicht in einen Zwinger stecken, ist ja alles Tierquälerei" und etliche weniger freundlich formulierte Reaktionen. Andererseits war nie ein Mensch bereit, diesen Hund selber aufzunehmen, Mensch "kann ihn nicht ausbruchsicher unterbringen". Warum eigentlich diese Reaktionen? Warum hat ein Zwinger einen solch schlechten Namen? Warum wird mit dem Wort Zwinger immer Negatives verbunden? Stammt dieser Widerhall aus Zeiten, in denen "Wachhunde", "scharfe Hunde", "böse Hunde" käfigähnliche Betonrechtecke bewohnt haben? Vielleicht mit einem so genannten "Schweineeimer" als Nahrungsquelle? Vielleicht mit einem Kettenhalsband versehen? Vielleicht aus den Zeiten, in denen Kindern mit Stöcken diese Hunde von draussen geärgert und in die Weissglut getrieben haben? Keiner der Angesprochenen hat nach dem Grund gefragt, wieso für diesen Hund überhaupt eine Zwingerhaltung in Frage kommen würde. Der Zwinger und die damit verbundene Haltungsart, also die Haltung eines Hundes im Freien - von der die Angesprochenen allerdings selber keine Ahnung hatten, da alle ihre Hunde Haus- und Wohnungshunde sind - kommt dieser Art Hund sehr entgegen, es handelte sich in diesem Fall um einen Foxhound, der inmitten seiner Jagdmeute auf Aussenhaltung angewiesen ist, enge Hundekontakte sucht und braucht und gleichzeitig absolut Menschen orientiert ist. Diese Erfahrung hat mich veranlasst, mal hinter die Kulissen des "Z" zu schauen. Die rechtlichen Anforderungen: Was ist überhaupt ein Zwinger? Laut TierSchHuV (Tierschutz-Hundehaltungs-Verordnung) § 6 sind die rechtlichen Anforderungen an die Zwingerhaltung die folgenden (1) Ein Hund darf in einem Zwinger nur gehalten werden, der den Anforderungen nach den Absätzen 2 bis 4 entspricht. (2) In einem Zwinger muss 1. dem Hund entsprechend seiner Widerristhöhe folgende uneingeschränkt benutzbare Bodenfläche zur Verfügung stehen, wobei die Länge jeder Seite mindestens der doppelten Körperlänge des Hundes entsprechen muss und keine Seite kürzer als zwei Meter sein darf: Widerristhöhe/cm Mindest-Bodenfläche qm Bis zu 50 cm 6 50 - 65 cm 8 über 65 cm 10 2. für jeden weiteren in demselben Zwinger gehaltenen Hund sowie für jede Hündin mit Welpen zusätzlich die Hälfte der für einen Hund nach Nummer 1 vorgeschriebenen Bodenfläche zur Verfügung stehen, 3. die Höhe der Einfriedung so bemessen sein, dass der aufgerichtete Hund mit den Vorderpfoten die obere Begrenzung nicht erreicht. Abweichend von Satz 1 Nr. 1 muss für einen Hund, der regelmäßig an mindestens fünf Tagen in der Woche den überwiegenden Teil des Tages außerhalb des Zwingers verbringt, die uneingeschränkt benutzbare Zwingerfläche mindestens sechs Quadratmeter betragen. (3) Die Einfriedung des Zwingers muss aus gesundheitsunschädlichem Material bestehen und so beschaffen sein, dass der Hund sie nicht überwinden und sich nicht daran verletzen kann. Der Boden muss trittsicher und so beschaffen sein, dass er keine Verletzungen oder Schmerzen verursacht und leicht sauber und trocken zu halten ist. Trennvorrichtungen müssen so beschaffen sein, dass sich die Hunde nicht gegenseitig beißen können. Mindestens eine Seite des Zwingers muss dem Hund freie Sicht nach außen ermöglichen. Befindet sich der Zwinger in einem Gebäude, muss für den Hund der freie Blick aus dem Gebäude heraus gewährleistet sein. (4) In einem Zwinger dürfen bis zu einer Höhe, die der aufgerichtete Hund mit den Vorderpfoten erreichen kann, keine Strom führenden Vorrichtungen, mit denen der Hund in Berührung kommen kann, oder Vorrichtungen, die elektrische Impulse aussenden, vorhanden sein. (5) Werden mehrere Hunde auf einem Grundstück einzeln in Zwingern gehalten, so sollen die Zwinger so angeordnet sein, dass die Hunde Sichtkontakt zu anderen Hunden haben. (6) Hunde dürfen in einem Zwinger nicht angebunden gehalten werden. Und ein "Auszug aus der Verordnung über das Halten von Hunden im Freien" besagt • Für einen mittelgroßen Hund ist eine Grundfläche des Zwingers von mindestens 6 qm erforderlich (plus Hütte). • Besteht der Boden nicht aus wärmedämmendem Material, muß außerhalb des Schutzraumes eine wärmedämmende Liegefläche vorhanden sein. • Der Boden muß so beschaffen sein, dass Flüssigkeit versickern oder abfließen kann … • Bei starker Sonneneinstrahlung und hohen Aussentemperaturen muß dem Hund außerhalb des Schutzraumes ein schattiger Platz zur Verfügung stehen. • Frischer Trank muß dem Hund jederzeit und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. • Es ist verboten, Hunde bei anhaltend nasser Witterung angebunden oder in nicht überdachten Zwingern zu halten. Diese Sache mit der "gerechten" Haltung Tiermoralisten verweisen auf die "nicht artgerechte" Haltung eines Hundes im Zwinger. Sie haben sicherlich Recht damit, wenn das deutsche Wort "Zwingerhaltung" im traditionell-klassischen Sinne gemeint ist: eine 6 qm grosse eingezäunte Fläche, gegebenenfalls mit Hütte drin und Dach drauf, mit rissigem Betonboden und dem zuvor bereits erwähnten "Schweineeimer". Sie empören sich über zuwenig menschliche Zuwendung, die der Hund benötigt, um seelisch nicht zu verkümmern; sie bemängeln, dass der Hund nicht genug Bewegung bekommt und so körperlich verkümmern kann; es wird über unmögliche Haltungsbedingungen in jeder Art von Wetter gesprochen. Währenddessen sieht in den Augen vieler Tiermoralisten "artgerechte" Hundehaltung so aus, dass der Hund Idealerweise 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche (24/7) von Menschen umgeben und ihren Einflüssen ausgesetzt ist, in einer dem menschlichen Wohlbefinden angepassten Dauertemperierung von mindestens 21 Grad Celsius, in einer Geräuschkulisse, an die Hund sich erstmal gewöhnen muss (und die eine tolle neue Marktlücke eröffnet hat: die Hunde-Geräusch-Gewöhnungs-CD), einem Überfluss an sinnlichen Reizen, einem Ausbund an Geduld, dem Hund Manieren beizubringen, die das menschlich-hundsche Zusammenleben ermöglichen und so behaglich wie möglich machen. Für den Menschen, versteht sich. Meist erduldet ein solcher Hund Einzelhaltung, manchmal lebt er mit anderen Hunden der menschlichen Wahl zusammen, er muss seinen Biorhythmus an den Tagesablauf des Menschen anpassen, egal ob es passt oder nicht. Kurz, der Hund wird in eine Situation hereingeholt, die "artfremder" eigentlich gar nicht sein kann. Dem Hund wird kaum noch etwas zugetraut, es wird "für ihn gesorgt", er braucht sich um nichts zu kümmern. Seine Eigenständigkeit wird eingedämmt, er übt seltenst eine wirkliche Funktion aus, seine Bedürfnisse werden "artgerecht" modifiziert; um ausreichend mentale Stimulation zu erhalten, wird geclickert und in Hundeschulen gegangen; Hundesportarten ausgeübt, damit der Hund "ausgelastet" ist. Der Hund wird sogar gebadet, wenn er sein "Zurück zur Natur"-Parfum aufgetragen hat, in den seltensten Hunde-Fällen darf er mit den Damen flirten, den Kerls raufen, freche Welpen zurechtweisen. Wer jemals eine Jagdmeute in ihrem Zwinger gesehen hat oder zum Beispiel eine Gruppe Schlittenhunde in Aussenhaltung, wird wissen, worauf ich hinauswill. Aber wer entlastet den Hund vom Menschen? Die Anti-Zwinger-Fraktion argumentiert mit Formulierungen wie: "Ausnahmen werden akzeptiert, in denen der Hund stundenweise in einen Zwinger gesteckt wird. Den Grossteil des Tages aber gehört der Hund zu seinen Menschen." Sagt wer? Die Menschen? Hat jemand den Hund gefragt? Es wird arg gemenschelt. Menschliche Bedürfnisse werden auf Hunde übertragen, Hunden wird mehr laissez faire zugestanden als den eigenen Kindern. Auf einer Webseite im Internet wird dazu - sicherlich verallgemeinernd, aber durchaus stellvertretend - geschrieben: "Treue, Zugehörigkeit, der Instinkt des Beschützens und Verteidigens, all das zerbricht an den Gitterstäben des Zwingers, der für jeden Hund ein unüberwindlicher Kerker, eine für das Tier unverständliche Mauer, die ihm angeborenes Verhalten und jede Lebensfreude zerstört." Klar, "grausam" derjenige, der seinen Hund unter natürlichen Bedingungen wie Frische Luft und Nicht-Vermenschlichung hält. Der ihm gesunden "Hundeverstand" zutraut, der ihn an blutigen Knochen nagen lässt statt an Plastik-Quietsche-Igeln. Oder geht hier nur die hundsche Abhängigkeit vom Menschen aus dem Fenster? Und der Mensch stellt fest, wie unnötig er eigentlich wird? Was aber, wenn das Wort "Zwingerhaltung" durch Begriffe wie "Aussenhaltung", durch "Haltung im Freien" ersetzt wird? Was, wenn ein Zwinger ein "Gehege", ein "Auslauf" wird, der mehrere Dutzend, hunderte oder tausende Quadratmeter gross ist? Sicher eingezäunt, überdacht und mit Wetterschutzmöglichkeiten, Schlafplatzangeboten, Spiel- und Buddelmöglichkeiten ausgestattet ist? Die Haltungsart bleibt dieselbe: der Hund ist im Freien, unter kontrollierten Bedingungen, ohne 24/7-Bemenschlichung. Ich finde, es wird Zeit, das Z-Wort zu entschärfen. Denn, Zwingerhaltung heisst für die Hunde nicht "zwingend": ohne menschliche Zuwendung zu leben, ohne eine Ausbildung zu leben, menschlichen Unfreundlichkeiten ausgesetzt zu sein, nicht sozialisiert zu sein. Dies kann für einen Hund die Unterscheidung zwischen "Arbeit" und "Familienleben" deutlich machen. Wir stellen zum Beispiel immer wieder fest, dass gerade unsichere, orientierungslose Hunde durch einfache Routinen und Unterteilungen wie "tagsüber gehen wir an der Leine in den Auslauf"/Arbeit, "abends gehen wir an der Leine ins Schlafquartier"/Freizeit diese aufnehmen und binnen Tagen Fortschritte zeigen, in dem sie Bereitschaft zur "Mitarbeit" anzeigen, sich freiwillig anleinen lassen wo sie sich zum Ankunftszeitpunkt in eine Ecke gedrückt haben. Viele Hunde, die einen richtigen "Job" ausüben, und zwar im hundschen Sinne des Wortes, leben während ihrer Arbeitszeit einzeln im Zwinger und gehen abends mit ihrem Hundeführer nach Hause. Wäre die Haltungsart nicht "hundsgerecht", würden die Hunde nicht gut arbeiten, keine Frage. Dies kann die Möglichkeit zum "Rudel-Nachleben" geben, wenn mehrere Hunde gleichzeitig gehalten werden. Ein Hund ist ein Rudeltier und sollte sich unter Hunden mehr "zu Hause" fühlen als unter Menschen. Nicht gut für unser menschliches Ego, aber darum geht's hier auch gar nicht. Hunde sollen sich an Gleichartigen orientieren und mit ihnen umgehen können. Hundebegegnungen werden nicht auf ein zeitliches Limit gestutzt. Was wissen wir schon, wieviele Hundebegegnungen zeitlich von den Hunden durchstrukturiert sind, die wir durch "Gehorsam und Abrufbarkeit" unterbrechen, die bei der nächsten Begegnung wieder aufgefrischt werden müssen? Wo "wir" sozusagen einen sozialen Interruptus herbeirufen? Ach, die Wohltat mal PeeMails in Ruhe schnüffeln zu können, einen Haufen mal so richtig zu analysieren können, ohne dass einer PFUIIIIIIIIIIIII und HIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIER schreit? Dies kann als kontrollierter Lebensraum einen gesunden Lebensstil fördern. Frische ungeheizte und unverbrauchte Luft, Boden zum Krallenabnutzen oder Buddelmöglichkeiten, die Krallenschneiden unnötig machen. Sozialisierungsmöglichkeiten durch Aneinanderkuscheln zwecks Wärme. So werden auf natürliche Art Energien verbraucht, etwa durch körpereigene Wärmegewinnung. Dies darf niemals die Alternative aus Bequemlichkeit bzw. unkontrollierte ganztägige Aufbewahrungs- oder Abschiebestätte sein. Es versteht sich von selbst, dass in Aussenhaltung lebende Hunde Ausbildung, Training, Zuwendung erhalten. Es versteht sich von selbst, dass Hunde nicht in einen Zwinger "gesteckt" werden, weil Mensch keine Zeit, keine Nerven oder kein Interesse an den Hunden hat oder mit ihnen überfordert ist. Ein Zwinger muss auf Reinlichkeit und Mängel gecheckt, notwendig werdende Reparaturen oder Veränderungen sofort ausgeführt werden. Die Tür muss gesichert sein, wenigstens mit einem Haken oder Vorhängeschloss. Ein Zwinger darf niemals den Hund von den Menschen isolieren bzw. entfremden. Weder von seinen eigenen noch von Besuchern. Es muss Wert darauf gelegt werden, dass jeder den Zwinger jederzeit betreten darf. Dass Futternapf & Co. weggenommen werden kann. Dass der Hund nicht an einem vorbeischiesst, um nach draussen zu kommen. Dass Hund sich im Z. an- und ableinen lässt. Dass der Zwinger freiwillig von dem Hund aufgesucht und er nicht hineinge"zwungen" wird. Dass der Zwinger nicht "Schutzumgebung" für den Hund ist, wo er sich als "König" fühlt und von wo aus er Menschen anbellen darf. Ich persönlich denke, dass nicht die Zwingerhaltung nicht-artgerecht ist, sondern dass gewisse Hunde a) nicht zur Zwingerhaltung geeignet sind, weil sie b) nicht vernünftig an eine Zwingerhaltung gewöhnt worden sind, c) die Zwinger- bzw. Aussenhaltungsbedingungen eben nicht "gerecht" sind und führe d) alle Symptome auf die Übermenschlichung, auf die Abhängigkeitsmachung des Hundes vom Menschen zurück. Vernünftige, "gerechte" Zwingerhaltung mit reichlich Platz, Abwechslung und Artgenossen in Verbindung mit der normal üblichen Erziehung, Ausbildung und einer erträglichen Dosis "Mensch" lassen keinen gesunden Hund zum Beisser werden. So, wie nicht jeder Hund geeignet ist, in einer Hundegruppe, in einem künstlich zusammengewürfelten Rudel zu leben und Einzelhaltung bevorzugt, ist sicherlich nicht jeder Hund geeignet, in Aussenhaltung zu leben oder in einer überheizten Wohnung im fünften Stock. Oder in der Stadt. Oder auf dem Land. Oder in klimatisch für ihn nicht geeigneten Klimazonen. Aber diejenigen Hunde, die auf 24/7-Bemenschlichung verzichten können, im Kopf und Körper robust genug sind, in einer Gruppe und unter natürlicheren Bedingungen zu leben, werden von einer "gerechten" Aussenhaltung profitieren. Aus verzogenen Familienhundchen können so durchaus gruppenfähige Normalhunde werden. Aber nur weil der Grossteil der Hunde vermenschelt sind, sollte Aussenhaltung nicht verteufelt werden. Nochmals: es geht nicht um die ganztägige Haltung von Hunden ausser Haus. Sondern um die Möglichkeit einer "gerechten" Aussenhaltung als Lebensform. Bei unseren eigenen Hunden unterschiedlicher Typenzugehörigkeit funktioniert die Lösung Aussenhaltung gut. Das sogenannte Hausrudel, das aus den drei Otterhunden, drei Bordercollies und einem Bordercollie-Elchhund Mix besteht, lebt zusammen; dann das sogenannte Stammrudel, das aus zwei Schwestern, ihrem Bruder (Elchhund-Labbie-Mixe), einem Deutschen Schäferhund-Mix und einem winzigen Terriertierchen besteht lebt beieinander; der Elchhund lebt mit zwei Vermittlungshunden und der Weimaraner mit drei Vermittlungshündinnen zusammen. Jede Gruppe verbringt ca. zehn Stunden am Tag in der Aussenhaltung (genau wie unsere Vermittlungshunde auch) und den Rest im Haus. Ich behaupte, dass nach kurzer Vorstellung jeder Besucher in die Ausläufe gehen und uns ggf. zu Hause ersetzen/vertreten, die Hunde aus den Ausläufen herausholen, sich mit ihnen beschäftigen und sie wieder hereinbringen kann, ohne Leib und Leben in Gefahr zu bringen. Es soll sogar überlebende Besucher geben, die das bekräftigen können. Die neue "Lebensstellung" des Hundes, für den ein Zwingerplatz gesucht wurde. In einer Schleppmeute von 16 Hunden, die täglich Fährten gehen. Ulkigerweise scheinen Hundler, die in Erwägung ziehen, ihre Hunde für eine bestimmte Zeit in eine Hundepension zu geben, solche Einrichtungen zu bevorzugen, die "Haltung im Freien" praktizieren, wo die Hunde in Gruppen sich den Grossteil des Tages draussen aufhalten können - eingezäunt, versteht sich - anstatt Pensionen zu nutzen, in denen die Hunde in Einzelhaft drinnen gehalten werden - mit Heizung, versteht sich. Gesucht: Neues Wort für "Zwinger" Tierheim der Zukunft Wissenschaftler der Veterinärmedizinische Universität Wien (VUW) haben ein Modell vorgestellt, wie sie sich das Tierheim der Zukunft vorstellen - u. a. mit Freigehege. Laut Pressetext der Universität setzt das Konzept "auf eine Modulbauweise, kann daher beliebig erweitert werden und berücksichtigt unter anderem das Territorialverhalten von Hunden und Katzen. Ideale Haltungsbedingungen werden Tierheime nicht bieten können, schließlich sollen sie nur dazu dienen, jene Zeit zu überbrücken, in der herrenlose Tiere sicher aufbewahrt werden können, räumen die Wissenschafter ein. Dennoch werden die Tierheime der Zukunft anders aussehen, wesentlich funktioneller und tierfreundlicher sein als bisherige Zwingerhaltungen. In einer Gemeinschaftsarbeit der Fachbereiche Tierhaltung und Tierschutz sowie Physiologie an der VUW sollen nun die Prototypen in der Praxis erprobt werden. Um Einzelhaltungen vermeiden zu können, müssen Tierheime auf das so genannte Territorialverhalten von Hunden und Katze Rücksicht nehmen. Aus diesem Grunde wurde an der VUW auch unterschiedlich gestaltete ‚Hunde- und Katzeneinheiten' entwickelt."