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Rücknahme von Züchterhunden?

Manche Züchter probierten es: Hunde aus ihren Würfen zurückzunehmen, wenn ihnen dies geboten schien. Andere sagen: dann hätten wir das Haus wieder voll, wenn wir jeden Hund wieder zurücknähmen. Dagegen lässt sich sagen: Dann lass das Züchten und Verkaufen an die falschen Leute. (Ich weiß ,es ist leider SEHR SCHWER den Leuten, die da Interrese an einem Welpen zeigen in den Kopf zu schauen,es gibt nichts hinterlistigeres als ein Mensch, ich könnte ein Buch darüber schreiben ) bei vielen Produkten gibt es eine Produkthaftung und eine Rücknahmepflicht unter bestimmten Umständen. Aber nicht beim Verkauf von Lebewesen? Autohersteller umsorgen ihr Produkt durch vorgeschriebene Inspektionen, bei Produktmängeln fast aller technischer Geräte gilt oft eine Rücknahme- oder Nachbesserungs- oder Entschädigungsregelung. Nur bei Heimtieren gilt hier eher die Regel, wenn der Kaufpreis dank emotional verblendeter Augen angesichts des vierpfötigen "Kindchens" bezahlt ist: Aus dem Augen, aus dem Sinn. Es sind oft dieselben sorglosen Züchter, die Tierheime hassen. Das schlechte Gewissen? Bei der Nutztierzucht werden Tiere zurückgenommen, weil schon der Züchter auf seinen guten Ruf erpicht ist und lieber ein Tier aus seinem Stall zurücknimmt, als es nicht richtig untergebracht zu wissen. Oder wenn tatsächliche Produktmängel aufgetreten sind, für die der Züchter haftet. In den USA ist dies auch bei Hunden die Geschäftsregel. Nur hier ist das selten. Und wenn doch, dann wissen die Züchter oft plausible Gründe, warum sie dieses Gebaren wieder schnell einstellten: Denn dann hätten sie die Hälfte aller ihre jemals verkauften Hunde wieder im Haus. So weigern sie sich denn, die Hunde wieder zurückzunehmen, wenn der Hund nicht mehr "gehalten" werden kann. Die zu 99 Prozent fadenscheinigen Gründe dafür kennen wir. Sie sind in der hundezeitung oft genannt worden. Neulich war so ein Fall. Eine Hundehalterin sollte die grosse Hündin plötzlich abgeben, weil man umzog und zwar den Fernseher, aber nicht den Hund mitzunehmen gedenkt. Erschwerend kommt für den Hund dazu, dass die Halter den sechs Jahre alten Hund nicht mal automitfahren gelernt, auch nicht normal sozialgewöhnt haben. Völlig verzogener Hund, aber ein grosser, wehrhafter. Egal, der Hündin wurde man überdrüssig. Da kam der Umzug als Grund gerade recht. Nun fragte man die Züchterin, ob sie die Hündin wieder zurücknähme, um dann einen anderen Platz zu suchen. Nein, kategorische Ablehnung. Sie habe diese Zucht aufgegeben. Auch keine Hilfe zur Weitervermittlung. Also kam es wie es kommen musste, die Hündin landet in irgend einem Tierheim, wird als nicht resozialisierbar in einen Zwinger gesteckt und bleibt als eine Nichtvermittelbare gefangen bis ans Lebensende. Bis zum Tod hat sie die "Wahl", aggressiv oder depressiv zu werden. So bleiben die Tierheime gefüllt durch miserablen Verkauf an völlig ungeeignete Halter, damals schon vor sechs Jahren hätte die Züchterin ihrer weitergehenden Verantwortung gerecht werden müssen und auf den Hund fortan ein kontrollierendes Auge werfen sollen. Nein, verkauft, aus dem Auge, aus dem Sinn. Und so werden sie denn weiter produziert. Und landen bei Unpässlichkeit, nach sechs Jahren wie in diesem traurigen Fall, in einem Tierheim. Es wird höchste Zeit für ein Gesetz zur Qualitätskontrolle und Verantwortung für Züchter und Käufer. Tierliebe verkauft sich gut. Immer wieder. Die Verantwortung würde für mich als Züchter so lange dauern, wie die Hunde aus meinem Hause leben. Es sei denn, ich stürbe vor ihnen. Wenn ich diese Aufgabe nicht wahrnehmen kann, lasse ich das produzieren und verkaufen. Manche dieser Züchter sollten man am Montagmorgen in das nächste grössere Tierheim ihres Herstellungsstandorts vorführen: als Warnung für die mögliche Endlagerung ihrer Produkte. Bei Autos, darauf verstehen wir uns ja gut, wird die Produktion zurückgefahren, wenn die Nachfrage gesättigt ist oder der Markt überfüllt. Es gibt verantwortungsvolle Züchter, die so verantwortungsvoll denken, dass sie die Zucht aufgeben und sich an den Hunden freuen, die in guten Händen sind und bleiben. Die meisten Züchter geben aber auf, weil sie die Schnauze wegen unmöglicher Käufer voll haben. Dass die meisten Züchter sauer sind auf Tierheime, hat den Grund im latent schlechten Gewissen. Die Rücknahme funktioniert, wenn der Züchter es will. Denn er steuert gleich von Anfang, also schon vor dem Verkauf, das echte Interesse. Und der Käufer weiss beim Unterschreiben des Kaufvertrags, was ihn eventuell erwartet. Und was den Hund erwartet, denn mit einer Rücknahme ist zumindest theoretisch die Abschiebung in ein Tierheim verhindert. Der Züchter sorgt eben auch nach dem Verkauf für seine Hunde. Ein gutes Beispiel ist die auch sonst empfehlenswerte, weil kritisch-ehrliche Internet-Seite für einen alten deutschen Hütehund-Schlag: www.harzerfuchs.de Die Züchterin Gabi Kohlhaas aus Hemer am Schluss ihrer Beschreibung: "Sollte der neue Besitzer seinen Hund irgendwann abgeben wollen oder müssen, geht der "Fuchs" wieder in meinen Besitz zurück!" Und noch ein Beispiel, das beweist, wie eine Labrador-Züchterin versucht, mit allen möglichen Mitteln Verantwortung zu zeigen. Bis zur letzten Konsequenz: sie gab ihre Zucht auf.