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Das Menschen-Hunde-Rudel bekommt ein Baby


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Das Menschen-Hunde-Rudel bekommt ein Baby Wird der Hund zur Gefahr? Die Bedeutung des Hundecharakters. Ein Erfahrungsbericht zum verantwortungsvollen Umgang mit der Situation. Hunde leben heute als vierbeinige Partner in den verschiedensten Menschengruppen. Manch ein Single stellt mit seinem Hund ein Kleinstrudel dar, manches junge oder Ältere Paar bildet zusammen mit seinem Hund ein unternehmungslustiges Team oder aber hÄlt ihn vorwiegend, weil es Freude macht, ein abhÄngiges Wesen zu umsorgen. Die Motivation für die Anschaffung eines Hundes ist sehr unterschiedlich, die Sorgen und Ängste, wenn ein Baby erwartet wird, sind jedoch meist gleich. Wird der Hund eifersüchtig reagieren, weil er sich zurückgesetzt fühlt und womöglich sogar beißen? Ist sein Zottelfell nicht viel zu unhygienisch und bedeutet er nicht überhaupt eine Infektionsgefahr für den SÄugling? Sind regelmÄßige Wurmkuren genug zum Schutz des Babys? Sollte man den Hund zumindest vorübergehend weggeben? Solche und Ähnliche Fragen verunsichern die zukünftigen Eltern und Großeltern. VerstÄrkt werden die Ängste durch Bekannte und Nachbarn, die sich mit Berichten wichtig machen, in denen Babys durch Hunde Schlimmes widerfahren ist. Taucht just zur selben Zeit in der Presse noch die Schlagzeile auf "Hilfloser SÄugling vom Familienhund zerfleischt!", ist es mit der Ruhe aus. Alle guten Eigenschaften, auf die man bei seinem Hund vorher vertraut hat, werden plötzlich in Frage gestellt. Hat man sich vielleicht bis jetzt nur eingeredet, dass der eigene Hund "absolut harmlos und verlÄsslich" ist? War vielleicht das Schnappen nach dem kleinen Sohn des Nachbarn doch ein ernsthafter Angriff und nicht nur ein etwas festes Zugreifen im ausgelassenen Spiel? Auf die Frage "Kann zum Familienmitglied Hund gefahrlos ein Baby ins 'gemischte Rudel' kommen?" gibt es keine klare, eindeutige Antwort mit ja oder nein. Im Folgenden möchte ich an einem konkreten Beispiel zeigen, wie die AnnÄherung zwischen Hund und Baby ablaufen kann, welche Probleme dabei auftreten können und welche Lösungsmöglichkeiten gegeben sind. Die Familienmitglieder Unser gemischtes Rudel besteht im Frühjahr 1997 aus vier Erwachsenen, uns Eltern und zwei Töchtern, sowie zwei Hunden, dem Eurasier Basko (11 Jahre) und dem Australian Cattle Dog Emily (4 Jahre), als unsere Ältere Tochter Steffi feststellt, dass sie ein Baby erwartet. Schon zu Beginn der Schwangerschaft wird klar, dass das Kind ohne die Fürsorge seines Vaters in unserer Familie aufwachsen wird. Wie werden unsere beiden Hunde auf das Baby reagieren? Basko ist ein sehr ernsthafter, sensibler Hund. Unsere Stellung als Rudelchefs hat er nie ernsthaft in Frage gestellt. Allerdings ist sein Gehorsam von der schwerfÄlligen, immer etwas unwilligen Art. Um Kinder hat er zeitlebens am liebsten einen Bogen gemacht. Zappelige juchzende Kleinkinder konnten ihn schon immer in eine gewisse Panik versetzen und er flüchtete vor ihnen mit deutlicher Beunruhigung im Blick. Da es in unserer engeren Familie keine kleinen Kinder gab, hatte er keine Gelegenheit, sich nach und nach an Kinder zu gewöhnen, und wir waren bei Begegnungen mit Kindern immer aufmerksam und vorsichtig. Dieser imposante Hund wurde in seinem Benehmen sehr schnell erwachsen und von da ab war ihm jeglicher "Spielkram" zuwider. Er ließ sich höchstens von einer duften Hündin noch mal zu einem kurzen Rennspiel verleiten, lehnte aber ansonsten alle Spielangebote uninteressiert ab. Dafür übernahm er mit geradezu fanatischem Einsatz Wachaufgaben in unserem Haus. Wir wurden zum geliebten Mittelpunkt seiner Welt; allen unbekannten Menschen brachte er großes Misstrauen entgegen. In der Hundewelt, insbesondere in den Freilaufgebieten, nahm er schon bald eine hohe Rangstellung ein. Selbst körperlich viel größere Hunde akzeptierten seine Dominanz, ohne dass es zu KÄmpfen kam. Als ranghoher Rüde "in verantwortlicher Position" sah er es offenbar als seine Aufgabe an, gefÄhrdete schwÄchere Hunde zu beschützen. Wurde beispielsweise irgendein fremder Junghund von einem verhaltensgestörten Hund gequÄlt, dann war Basko zur Stelle und stellte sich schützend vor den Kleinen. Notfalls war er auch bereit, sich mit "Waffengewalt" für ihn stark zu machen, also seine ZÄhne einzusetzen. Andererseits waren ihm Hundewelpen mit ihren Spielaufforderungen und körpernahen Albernheiten sehr zuwider und er machte ihnen das mit deutlichem Warnknurren deutlich, tat ihnen aber nie etwas. Diese Beschreibung zeigt wohl, dass Basko nicht gerade der Typ Hund ist, den man als idealen "Baby-Hund" bezeichnen würde. Außerdem ist da Emily, ein "Power-MÄdchen" mit sensibler Seele, immer aktiv, hellwach und meistens zum Spielen aufgelegt. Friedlich geht sie mit anderen Hunden um, wenn auch manchmal laut und heftig. Wenn man so eine australische Arbeitshunderasse (Rindertreibhund) in eine Großstadt holt, bringt sie nun einmal auch die Eigenschaften mit, die sie als Arbeitshund wertvoll gemacht haben. Emily hat Baskos ranghohe Stellung immer anerkannt, was in der Beziehung zwischen Rüde und Hündin eher ungewöhnlich ist. Als sie Welpen hatte, hat sie sie auf Gedeih und Verderb Basko anvertraut und er hat sie beschützt. Wenn mögliche KÄufer, die ihm nicht gefielen, die Kleinen angucken wollten, musste er zurückgehalten werden, denn er wollte sie nicht an die Welpen heranlassen. Uns gegenüber ist Emily sehr unterwürfig und möchte uns alles recht machen. Sie hat viel von ihrem großen Leithund Basko übernommen, nur in einem Bereich ist sie anderer Meinung: Emily mag kleine Kinder! Unterwegs treffen wir ab und zu eine Kindergartengruppe und sie geht dann erwartungsvoll mitten hinein und bietet den begeisterten Kleinen ihren Ball zum Spielen an. Obwohl sie sonst im Spiel ein Raubein ist, spielt sie mit den Kindern sehr vorsichtig. Ihre eigenen Welpen hat sie mit liebevoller Gewissenhaftigkeit betreut. Sicher wird deutlich, dass Emily von ihremWesen her der babygemÄßere Hund ist. Aber auch sie ist mit ihren 17 kg praller Lebensenergie ganz schön viel Hund für so ein winziges Menschenkind! Die Darstellung der unterschiedlichen Hundecharaktere ist so wichtig, weil nur aus der genauen Kenntnis der Familienhunde das richtige Vorgehen der verantwortlichen Menschen erwachsen kann, das das Zusammenleben für das Baby ungefÄhrlich macht und mit zunehmendem Alter des Babys auch immer schöner für den kleinen Menschen. Man muss die StÄrken und SchwÄchen seines Hundes realistisch einschÄtzen können, damit man, wenn das Baby da ist, im richtigen Moment vorsichtig ist und ihm auf der anderen Seite auch im richtigen Moment vertraut. Vorbereitung auf das Baby Klein-Milena kam am 7.12.97 auf die Welt. Als erstes brachten wir den Hunden aus dem Krankenhaus Windeln und Strampelhöschen mit, die Milena angehabt hatte, nannten dabei immer wieder den Begriff Baby und bekundeten den Hunden dabei, wie begeistert wir waren. Dadurch entstand in Basko und Emily wahrscheinlich schon das Gefühl: Mit diesem Duft verbinden unsere Menschen etwas ganz Tolles! Diese Vorbereitung auf das Baby ist für Hunde ganz wichtig. Sie wollen gerade auch in dieser Situation ernst genommen und als echte Familienmitglieder behandelt werden. Genauso gehörte zur Vorbereitung, dass beide Hunde eine Wurmkur machen mussten. Erste AnnÄherung Als Steffi und Milena nach vier Tagen nach Hause kamen, war es eine SelbstverstÄndlichkeit, dass Basko und Emily Mutter und Kind begrüßen durften. Steffi als geliebtem Familienmitglied wurde stürmisch mitgeteilt, wie sehr man sie vermisst hatte. Dem Baby nÄherten sich die Hunde mit distanzierter Vorsicht und Respekt. So gehört es sich für rangniedere Tiere auch im Wolfsrudel, wenn ein ranghöheres Tier Nachwuchs hat. In einem intakten Rudel aus Menschen und Hund(en) haben immer die Menschen die ranghöchsten PlÄtze. Beide Hunde mussten nicht zu irgendwelcher Zurückhaltung ermahnt werden. Man könnte vermenschlicht fast sagen, sie bestaunten fasziniert das kleine neue Familienmitglied, das in ihren Augen ein "Herrschaftskind" war. Und genauso selbstverstÄndlich ging es weiter. Sie waren dabei, wenn Milena gestillt wurde. Sie lagen neben dem Kinderwagen, wenn Milena schlief. Sie beschnupperten sie nach ein paar Tagen vorsichtig und wedelten dabei. Und nach und nach trauten sie sich auch, ihr sachte das winzige Ohr zu lecken. Gern hÄtten sie ihr sicher auch das ganze Gesicht geleckt, aber sie haben ja schon von uns gelernt, dass wir Menschen es im Ohr lieber haben und das so wichtige Schnauzelecken von Partner zu Partner unbegreiflicherweise nicht mögen. Im Lauf der Monate wurde Milena aber von beiden Hunden doch ab und zu schnell mal heimlich übers Gesicht geleckt. Dieses "Sprechen" ist für Hunde einfach enorm wichtig. Baskos Zurückhaltung entsprach seiner distanzierten ernsten Wesensart. Emily war wahrscheinlich deshalb so vorsichtig, weil sie als hochsensible Hündin mit eigener Muttererfahrung genau spürte, welches Maß an Vertrautheit und Körperkontakt mit dem Baby für Steffi noch angenehm war, und danach richtete sie sich. Eine selbstverstÄndliche Vorsichtsmaßnahme war, dass wir keinen der Hunde in den ersten Wochen mit Milena allein ließen - auch nicht für wenige Minuten! Bei aller Zuneigung zu unseren andersartigen Partnern sollten wir sie nicht überfordern und nicht vermenschlichen. Sie haben ihre eigenen Verhaltensgesetze. Es ist schon wie ein Wunder, dass Lebewesen einer ganz anderen Art so verstÄndnisvoll und vor allem einfühlsam mit uns zusammenleben können und sich in so hohem Maße auf uns einstellen. Dadurch geraten wir leicht in Gefahr, zu hohe Anforderungen an sie zu stellen. Die ersten aktiven Kontakte WÄhrend der ersten Monate nahm Milena noch wenig aktiven Kontakt zu den Hunden auf, sie beobachtete sie allerdings interessiert und nie in irgendeiner Weise Ängstlich. Und die Hunde gingen entspannt und vertraut mit ihr um. Wir behandelten sie als Familienmitglieder und sie benahmen sich so! Erschreckt hat sich Milena genau wie bei anderen lauten GerÄuschen allerdings manchmal, wenn die Hunde plötzlich bellten. Eine neue Phase des sehr direkten Kontaktes trat ein, als Milena den Fußboden eroberte und in der Küche bei den Mahlzeiten in ihrem Stühlchen saß. Auf dem Teppich war sie plötzlich winzig klein neben dem großen Basko, der immer mal wieder zu ihr hinging, ihr den Hinterkopf leckte und sachte wedelte. Vorsorglich hatten wir immer eine Hand ganz in der NÄhe. Uns wurde in diesen Monaten deutlich, dass der inzwischen fast zwölfjÄhrige Basko kaum noch etwas hörte. Seine Schwerhörigkeit war lange unbemerkt geblieben, weil wir uns nach so langer Zeit des Zusammenlebens sozusagen wortlos verstanden, unter anderem auch, weil Basko sich sehr stark an unserer Mimik und Körpersprache orientierte. Es machte das Ganze nicht einfacher, dass wir in der neuen Krabbelkind-Situation Basko nicht durch Zurufe steuern konnten. Aber solange Milena "standorttreu" auf einem Platz blieb, war sie offenbar für ihn in keiner Weise beunruhigend oder gar bedrohlich. Seine ganze Körpersprache zeigte, wie entspannt er im Umgang mit ihr war. Emily war weiterhin sehr zurückhaltend und vorsichtig. Aber dann konnten wir etwas Anrührendes beobachten. Milena spielte auf dem Teppich. Emily lag neben ihr und sah ihr zu. Plötzlich stand sie auf, lief zu ihrer Spielzeugkiste und kam mit einem Quietschespielzeug zurück. Sie legte sich wieder vor Milena hin und knautschte das Spielzeug, bis es quietschte. Milena musste lachen. Jetzt nahm Emily das Spielzeug in die Schnauze und warf es mit Schwung zu Milena hin. Milena nahm es in ihre winzigen HÄnde. Emily griff es sich mit ihren ZÄhnen am anderen Ende und zog vorsichtig daran. Uns wurde doch einen Moment bange. Schließlich wussten wir aus Erfahrung, wie derb Emily zupacken konnte! Aber unser tolles HundemÄdchen spielte extrem vorsichtig, genauso wie sie mit ihren Welpen angefangen hatte zu spielen, als die wenige Wochen alt und noch viel kleiner als Milena waren (Geburtsgewicht 200 g!) Auf unser "Emily, sei ganz vorsichtig!" sah sie uns nur kurz an. Für sie war Vorsicht im Spiel mit Kindern, Hundekindern wie Menschenkindern, eine SelbstverstÄndlichkeit. Und Milena fand das neue Spiel zum Jauchzen gut! Uns erschien es fast unglaublich, dass Emily offenbar über Monate Milenas Entwicklung beobachtet hatte, bis sie dann erkannte, dass Milena jetzt ins richtige Alter gekommen war, wo man ihr das Spielen beibringen konnte. Von da an spielten die beiden natürlich öfter miteinander und sobald Milena laufen konnte, trug sie eifrig Spielsachen zu Emily und hielt sie ihr auffordernd hin. Anfangs haben wir nach jedem Spiel mit dem Quietschespielzeug oder mit den verknoteten Socken aus Emilys Spielzeugkiste Milenas HÄnde gewaschen. Inzwischen fasst unser nunmehr schon 13,5 Monate alter kleiner Schatz schon so vieles an, was unappetitlicher ist als Emilys Speichel, deshalb lassen wir es sein. Eine sterile Welt ist bestimmt nicht die gesündeste Welt für ein Baby! Beide Hunde finden es natürlich ganz reizvoll, wenn Milena in ihrem Hochstühlchen sitzt und mit viel Gekrümel, Gekleckere und Gematsche lustvoll isst. Als artige Typen haben sie schnell akzeptiert, dass sie Milena nichts aus den Fingern nehmen dürfen, auch wenn es noch so verlockend ist. Milena hat aber genauso schnell gemerkt, wie viel Spaß es macht, Emily und Basko zu füttern, und sie hÄlt ihnen alles Mögliche hin. "Aus Höflichkeit" frisst Basko sogar Haushaltspapier, wenn Milena es ihm gibt! Einer seiner FangzÄhne ist größer als ein ganzer Finger von Milena. Aber wenn man die Vorsicht sieht, mit der der große, alte Hund die kleinen Finger behandelt, steht man fast unglÄubig daneben und hat keine Angst mehr, wenn die kleine Hand kurzzeitig einmal in seiner großen Schnauze verschwindet. Da Hunde in vielen Situationen schneller zu erziehen sind als Menschenkinder und Milena zur Zeit noch nicht einsieht, weshalb sie die Hunde nicht füttern soll, sind sie bei Milenas Mahlzeiten meistens nicht dabei und dürfen erst gegen Ende aufsammeln, was von des Babys Tisch fiel. Das Baby im Krabbelalter Eine Schwierigkeit für den distanzierten Basko trat erwartungsgemÄß auf, als Milena anfing schnell zu krabbeln und dann auch zu laufen. Sie ist zur Zeit mit entschlossener Aufdringlichkeit immer wieder hinter Basko her, um ihm auf derbe Kleinkindweise ins dicke Fell zu geifen. Das empfindet er als genauso unangenehm wie die AnnÄherungsversuche von jungen Hunden. Wenn er dazu noch schlÄft und zudem nicht vorher hört, wenn Milena anrückt, dann schreckt er entsetzt in die Höhe und entflieht. Angeknurrt hat er Milena noch nie. Aber hier sind wir Menschen gefordert! Hier muss Hundeschutz einsetzen! Wir sind also im Moment sehr aufmerksam dahinter her, Milena an solchen Attacken auf den schlafenden Basko zu hindern, denn wenn er in einer solchen Situation erschreckt schnappen würde, hÄtten wir in unserer Aufsichtspflicht versagt, nicht der Hund! Milena wird nicht von heute auf morgen verlÄsslich lernen, den schlafenden Basko in Ruhe zu lassen. So braucht er zu Milenas Schutz jetzt genauso unsere Aufmerksamkeit und Vorsorge wie die Treppe, verschluckbare, giftige oder spitze Dinge, der heiße Herd usw. Wir dürfen von unseren Hunden nicht immer nur fordern und Leistung erwarten. Wir müssen auch erkennen, wo sie überfordert sind und ihnen dann helfend zur Seite stehen. Sehr oft scheitert das friedliche Zusammenleben von Hund und Baby daran, dass den Menschen die Bereitschaft fehlt, die Bedürfnisse des Tieres zu sehen und sich darauf einzustellen. Genau wie ein "neues Baby" für das Ältere Geschwisterchen nicht so ganz einfach zu verkraften ist, so ist es auch eine ungewohnte, schwierige Situation für den Hund. Beide, Geschwisterkind wie Hund brauchen in dieser Zeit in besonderem Maße unsere Zuwendung und unser VerstÄndnis. Fast erübrigt es sich zu sagen, dass wir im vergangenen Sommer selbstverstÄndlich Familienurlaub in DÄnemark mit beiden Hunden gemacht haben, und wir hatten alle viel Spaß miteinander! Man kann nicht so tun, als sei ein Hund der geliebte Freund, ihn dann für Wochen in eine Hundepension stecken und anschließend erwarten, dass alles so weitergeht wie vorher. Für Milena gehören die Hunde zur vertrauten Familie. Sie hat vor ihnen genauso wenig Angst wie vor uns und sie geht ganz selbstverstÄndlich mit uns allen um. Mit zunehmendem Alter wird sie nach und nach lernen, sich auf die Bedürfnisse der Hunde einzustellen. Bis dahin müssen wir Großen dafür sorgen, dass sie sie nicht mit kindlicher NaivitÄt Ärgert oder sogar quÄlt. Im Zusammenleben mit den Hunden wird sie so selbstverstÄndlich, wie sie ihre Muttersprache lernt, auch lernen, dass Hunde einfühlsame Mitgeschöpfe sind. Und vielleicht wird sie in ein paar Jahren auch einmal so verÄrgert über das Verhalten ihrer Eltern sein wie Steffi vor vielen Jahren. Damals saß unser unglückliches kleines MÄdchen mit TrÄnen in den Augen mitten im Wohnzimmer auf dem Teppich, hatte den Arm um unseren damaligen Hund geschlungen, ließ sich von ihm die TrÄnen weglecken und sagte: "Ihr seid alle gemein! Der einzig nette Mensch im Haus ist Buddy!!! Und dabei kuschelte sie sich ganz eng an ihn heran.